Das bekannteste Gewürz dürfte wohl Pfeffer sein, denn schließlich hat ihn jeder zu Hause in der Küche stehen. So weit, so gut. Doch das war nicht immer so, denn früher war Pfeffer das teuerste Gewürz das es gab, nicht der Safran, der kam erst etwas später. Pfeffer wurde sogar als Zahlungsmittel benutzt oder sogar als Mitgift mitgegeben. Was ein Zeichen war, das es sich um reiche Leute handelte, die in absolutem Wohlstand lebten. Im Mittelalter wurde Pfeffer sogar mit Gold aufgewogen. Wobei Pfeffer damals nicht für alle zugänglich, sondern nur die besonders gut betuchten. Die Händler die Pfeffer damals vertrieben wurden als Pfeffersäcke tituliert, weil Sie „gepfefferte Rechnungen“ ausstellten und dadurch zu Reichtum und Wohlstand gelangten. Von daher kommt auch die Redensart, die wohl jeder kennen dürfte „Dann geh doch hin, wo der Pfeffer wächst“. Im Gegensatz zu damals ist Pfeffer heute preiswert zu haben. Wobei sich jedoch auch die Qualitätsmerkmale deutlich zeigen. Das merkt man spätestens beim Würzen, wenn man mehr Pfeffer braucht als sonst. Was wiederum auf das Alter schließen lässt, denn selbst ganzer Pfeffer hat einen bestimmten Geruch, dieser äußerst sich in dem er frisch und würzig duftet. Wobei schwarzer der meist verwendete ist, neben dem Weißen. Piper nigrum, wie er im lateinischen heißt, findet auch in der Heilkunde seine Anwendung.Denn mit seiner Schärfe erwärmt er den Körper, da er den Stoffwechsel anregt und verdauungsfördernd wirkt. Zu dem wird der Speichelfluss angeregt und die Magensaftbildung ebenfalls. Außerdem hilft er wunderbar gegen Blähungen und regt den Appetit an. Von daher findet man ihn auch in einigen Toniken für den Magen und Arzneimitteln. Pfeffer ist deshalb nicht nur zum Würzen genial, sondern auch für die Gesundheit.

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